Zurück zur Basis mit funktionellem Training

Die Fitnessbranche ist weltweit voll in Bewegung. Das Worldwide Survey of Fitness Trends for 2016, das nun zum zehnten Mal in Folge publiziert wurde, ist die aktuellste wissenschaftliche Studie, die einen Überblick über die Fitnessbranche bietet.

Die Studie zeigt, dass sich das Bedürfnis von Konsumenten nach Fitness verändert. Traditionelle Krafttrainingsgeräte, die die Grundlage vieler Fitnessstudios bilden, sind längst überholt und werden laut der Studie durch funktionelle und ergebnisorientierte Trainingsformen unter Anleitung eines qualifizierten Trainers ersetzt.
Die Fitnessbranche scheint sich mit diesen Entwicklungen zurück zu jener Basis zu bewegen, auf der die ersten Fitnessclubs vor 30 Jahren starteten.

Was ist funktionelles Training?
Funktionelle Trainings sind Trainings, die auf den eigenen Körper, den eigenen Lebensstil oder den Sport, den man ausübt, abgestimmt sind. Das Laufen langer Strecken ist funktionell für einen Marathonläufer, weniger jedoch für einen Sprinter. Verbesserung der Sprungkraft ist funktionell für einen Basketballspieler, aber nicht so sehr für einen Radrennfahrer.

Wir haben es allerdings vorrangig mit Menschen zu tun, die Sport als Hobby betreiben. Das bedeutet aber nicht, dass diese Menschen nicht im Speziellen an ihren persönlichen Zielen arbeiten möchten.

Ein funktionelles Training geht auf die Ziele ein, mit denen jemand im Fitnessclub angefangen hat. Beispiele für funktionelle Trainings sind Trainings, in denen die Muskeln mit Trainingsausrüstung wie Seilen, Gummibändern, Kettlebells oder instabilen Boards trainiert werden.

Wie funktioniert funktionelles Training?
Der Fokus von funktionellem Training richtet sich auf zusammengestellte Bewegungen, mit denen mehr als eine Muskelgruppe gleichzeitig bewegt werden. Wenn man nur den Bizeps stärkt, etwa mit einem Bizeps-Fitnessgerät, richtet man sich nur auf eine einzige Muskelgruppe. Dies nennen wir isolierte Übung, eine Übung mit einer eingeschränkten Bewegung, die oft über ein oder zwei Gelenke verläuft. Funktionelle Trainingsübungen richten sich immer auf die Beanspruchung mehrerer Gelenke.

Eine ideale funktionelle Trainingsübung ist eine Übung, bei der alle Gelenke, wie Knöchel-, Knie-, Hüft-, Ellenbogen- und Schultergelenk(e) bewegt werden. Sie erhöht die Fähigkeit der Muskeln, als Einheit zusammenzuarbeiten. Man kann den Körper also als eine einzige Muskelgruppe sehen!

Allgemeines Alltagsleben (AAL)
Das Qualitätsniveau von Bewegungen messen wir vor allem im Allgemeinen Alltagsleben (AAL) der Menschen. Wenn Menschen in ihrem AAL eingeschränkt sind, hat dies früher oder später Einfluss auf ihre Lebensqualität. Menschen müssen also auf eine Art trainiert werden, die sie befähigt, Alltagshandlungen besser und effizienter auszuführen. Wir tun dies, indem wir zum Kern unserer Bewegungen zurückkehren. Alle Bewegungen, die wir im Alltag ausführen, sind aus einer Reihe grundlegender Bewegungen aufgebaut, egal wie unser Alltag aussieht.

Grundlegende Bewegungen
Es gibt 6 grundlegende Bewegungen, die für ein gutes Funktionieren und eine gute Balance unseres Körpers essentiell sind:

  1. Kniebeuge
  2. Ausfallschritt
  3. Drücken/ Ziehen
  4. Beugen / Strecken (aus dem Hüftgelenk)
  5. Drehen
  6. Vorwärtsbewegen

Unter Einsatz verschiedener Trainingsgeräte können wir all diese grundlegenden Bewegungen ausführen und zu funktionellen Übungen kombinieren, um ein ausgewogenes Workout zu bieten.

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