Personal Training als Profitcenter

Trends in der Fitnessbranche
High-Intensity Interval Training, kurz HIIT, Training mit dem eigenen Körpergewicht und Personal Training zählen laut einer Studie des American College of Sports Medicine (ACSM) zu den aktuellen Top-Ten-Trends in der Fitnessbranche. Die Mitglieder möchten individueller betreut werden und die Nachfrage nach persönlichem Training sowie die Bereitschaft, mehr zu investieren, steigen. Doch welchen Nutzen kann ein Fitnessclub daraus ziehen und wie setzt man es erfolgreich um?

Das Buch „The Experience Economy“ von Pine und Gilmore erklärt ziemlich deutlich, wie ein Erlebnis ökonomische Faktoren beeinflusst. Anhand des sehr einfachen Beispiels Kaffee wird dies klar dargestellt:

  1. Eine Kaffeebohne ist ein Rohstoff, der in der Regel einen niedrigen ökonomischen Wert und Preis hat.
  2. Die Kaffeebohne wird gemahlen, verpackt und mit einer Marke versehen. Der Wert steigt und die gemahlenen Bohnen kosten oft mehr als die einzelnen Bohnen.
  3. Wenn in einem schönen Café eine Tasse Kaffee bestellt wird, wird dieser meist mit einem Keks serviert. Der Preis für eine einzelne Tasse Kaffee steigt und oft bezahlt man für eine Tasse Kaffee mehr als für das ganze Paket gemahlene Bohnen.
  4. Wird die gleiche Tasse Kaffee mit Blick auf das Brandenburger Tor serviert, kostet diese auch gerne mal das Dreifache.

Fazit: Der Preis steigt, wenn der Service gut ist und die Kunden etwas Einzigartiges erleben. Dieser Prozess lässt sich auch auf Personal Training übertragen. Kreiert ein Personal Trainer ein Erlebnis für seinen Kunden, arbeitet professionell und erreicht die gesteckten Ziele des Klienten, wird dieser eine Weiterempfehlung aussprechen und der Wert des Trainers steigt.

Personal Training bietet dem Fitnessstudio eine zusätzliche Einnahmequelle

Umsetzung im Fitnessclub
Aktuell sind zwischen vier und 20 Prozent der bestehenden Mitglieder in deutschen Fitnessclubs potenzielle Kunden für Personal Training. Rechnen Sie gerne einmal aus, wie viele potenzielle PT-Kunden bei Ihnen im Club angemeldet sind. In der Organisation im eigenen Fitnessclub unterscheidet man zwischen drei verschiedenen Businessmodellen, um mit Personal Training erfolgreich zu sein.

Employee-Modell: Bei diesem Modell ist der Personal Trainer im Club fest angestellt und bekommt ein monatliches Gehalt. Der Umsatz geht an den Club, wobei auch oft zusätzlich mit einer Provisionsregelung gearbeitet wird. Die tägliche Arbeit und die Ergebnisse lassen sich in diesem Modell am besten nachvollziehen und kontrollieren aufgrund der Nähe zum Mitarbeiter.

Rent-Modell: Beim Rent-Modell ist der Personal Trainer selbstständig und organisiert sich auch selbst im Club. Der Personal Trainer entrichtet eine Miete, allerdings geht bei diesem Modell der komplette Umsatz an den Trainer.

Lizenz-Modell: Beim Lizenz-Modell ist der Personal Trainer ebenfalls selbstständig, bezahlt aber eine monatliche Gebühr. Die Materialien, Kleidung sowie weitere unterstützende Tools werden vom Club gestellt. Der Personal Trainer erhält den vollen Umsatz, es sei denn, es werden andere Vereinbarungen mit dem Clubbetreiber getroffen.

Angebot
Besprechen Sie mit Ihren Personal Trainern das Angebot, den Stundenplan und die Preise für 1:1-Training, 1:4/8-Training und Teamtraining (bis zu 15 Personen). Sobald die Preise stehen, entwickeln Sie eine Art Menükarte, damit die Mitglieder auswählen können, welche Leistung gebucht werden soll. Interessiert sich ein Kunde für das neue Angebot, ist die beste Option immer das 1:1-Training, da der Kunde das gesteckte Ziel eher, individueller und zu 100 Prozent erreichen kann. Bucht der Kunde ein Kleingruppentraining, nimmt die eigene Verantwortlichkeit für das Erreichen der Ziele zu. Das Training sollte aber nach wie vor weitaus hochwertiger sein  ls eine klassische Einweisung auf der Trainingsfläche.

Marketing
Erstellen Sie einen internen und externen Marketingplan für Ihr neues Konzept. Monat für Monat. Das allerbeste Marketing erarbeiten sich Ihre Trainer selbst, wenn sie Resultate erzeugen und sich das Erlebnis Personal  Training dann herumspricht.

Loyalität
Personal Training steht und fällt, wie jedes Konzept, mit den eigenen Mitarbeitern. Jeder im Club sollte von dem neuen Weg überzeugt und den neuen Möglichkeiten begeistert sein. Wenn sich auch nur ein Mitarbeiter negativ äußert, könnte das Thema Personal Training schon erledigt sein, bevor es überhaupt angefangen hat.

    Die aktuellen Top-Trends in der Fitnessbranche*

    • Body weight training
    • High-intensity interval training
    • Educated, certified, and experienced fitness professionals
    • Strength training
    • Personal training
    • Exercise and weight loss
    • Yoga
    • Fitness programs for older adults
    • Functional fitness
    • Group personal training
    • Worksite health promotion
    • Outdoor activities
    • Wellness coaching
    • Circuit training
    • Core training
    • Sport-specific training
    • Children and exercise for the treatment/prevention of obesity
    • Outcome measurements
    • Worker incentive programs
    • Boot camp

    * Quelle: ACSM

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